Rodheim (de). Das Jahr 2025 war für die Hungener Jugendfeuerwehren sehr erfolgreich, wurde unter anderem das Mädchenteam aus Bellersheim Vize-Hessenmeister. Davon wurde auf der Jahreshauptversammlung im Rahmen des Zeltlagers der Hungener Jugendfeuerwehren in Rodheim berichtet.
Die stellvertretende städtische Jugendfeuerwehrwartin Janina Göttsche gab zunächst einen Einblick in die Statistik: In allen zwölf Stadtteilen gibt es Jugendfeuerwehrabteilungen, die zusammen 132 Mitglieder zählen. 53 Davon sind weiblich. In den sieben Kinderfeuerwehren sind 102 Kinder, davon 42 Mädchen.
Gleich zweimal gab es Grund zum Feiern: Zum einen holte die Jugendfeuerwehr der Kernstadt ihren 60. Geburtstag nach. Zum anderen wurde in Inheiden eine Minifeuerwehr gegründet. Beim Kreisentscheid in Lollar hollten die Bellersheimer Teams das Double und qualifizierten sich so für den Landesentscheid, bei dem das Mädchenteam den zweiten Platz erreichte.
Bellersheim war zudem Gastgeber des Jugendfeuerwehrzeltlagers im vergangenen Jahr gewesen. Beim Stadtpokal waren damals 19 Teams angetreten. Thorsten Vekens lobte als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, dass die Jugendfeuerwehren dieses Jahr sogar mit 20 Teams am Stadtpokal stellten. Zudem würden mit aktuell 16 Anmeldungen die Hungener Teams die Gälfte alle er Teilnehmer des Kreisentscheids stellen: „Das spricht eine klare Sprache.“
Der designierte Stadtbrandinspektor Christian Paul dankte der Feuerwehr Rodheim, die dieses Jahr spontan als Ausrichter des Zeltlagers eingesprungen war. „Ich hoffe, ihr bleibt alle bei der Feuerwehr“, motivierte er die Jugendlichen. Zwölf von ihnen wurden an diesen Tag altersbedingt in die Einsatzabteilungen übernommen. „Bei der Feuerwehr wird jeder mit seinen Fähigkeiten gebraucht“, stimmte Bürgermeister Rainer Wengorsch in seinem Grußwort zu, dem auch Hungens Erster Stadtverordnetenvorsteher Karl-Ludwig Büttel zustimmte.
„Ihr Jugendfeuerwehrleute zeigt, dass ihr Verantwortung übernehmen wollt.“ Er schilderte, dass er Anfang des Jahres selbst die Feuerwehr gebraucht hatte: Nach einem Sturz vom Hochsitz hatte er sich den Unterschenkel gebrochen, befand sich in dieser gefährlichen Lage in unwegsamen Gelände. Die Feuerwehren aus Stornfels und Ulfa halfen dabei, ihn zum Rettungswagen zu bringen. Sie „haben einen großen Anteil daran, dass ich heute hier stehen kann“, bedankte er sich für die Rettung.
Nach dem Kassenbericht wurde der Vorstand entlastet. Neue Kassenprüfer sind Rene Paul und Paul Bohlen.
In die Einsatzabteilung der Feuerwehr der Hungener Kernstadt wurde an diesem Abend Lea Marie Dietrich übernommen.
Foto: Die Übernahmen in die Einsatzabteilung.
