Seminar – Menschenrettung aus verunfallten Fahrzeugen

Von außen betrachtet sehen heutzutage Autos nach Verkehrsunfällen weniger zerstört als früher aus. Auch die Fahrzeuginsassen scheinen seltener eingeklemmt zu sein. Doch gerade wenn hohe Geschwindigkeiten mit im Spiel waren, ist das Risiko für innere Verletzungen hoch.

Die Freiwillige Feuerwehr Hungen hat in ihrer Geschichte schon bei zig Verkehrsunfällen Menschen aus Fahrzeugen befreit und gerettet. Da die Fahrzeugtechnik jedoch immer komplexer wird, sich gleichzeitig aber auch die Rettungstechniken weiterentwickeln, nutzten nun 30 Feuerwehrleute die Gelegenheit, an einem Seminar der Firma Weber zur Menschenrettung aus verunfallten Fahrzeugen teilzunehmen. Finanziert hatte dieses der Feuerwehrverein.

In einer Theorieeinheit wurde erklärt, was sich in den letzten Jahren am Aufbau der Fahrzeuge verändert hat und warum manche Verfahren, die früher noch zum Standardrepertoire gehörten, heute nicht mehr unbedingt funktionieren.

Auf dem Hof des Hungener Feuerwehrhauses standen und lagen dann drei Fahrzeuge bereit, die eine ortsansässige Autowerkstatt eigens zur Verfügung gestellt hatte. Mit hydraulischer Schere und Spreizer, Hydraulikzylindern, Säbelsäge und weiteren Werkzeugen wurde die Befreiung der Insassen geübt.

Am Ende des achtstündigen Seminars waren die Pkw allesamt reif für den Schrottplatz, praktisch alle Türen, Fenster und teilweise auch Sitzbänke entfernt. Die Feuerwehrleute hatten dabei mit ihrer Ausrüstung intensiv üben und so ihr Wissen erweitern können. Im Einsatzfall kann dies nun dazu beitragen, noch schneller und effizienter ihren Mitmenschen zu helfen.