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Freiwillige Feuerwehr Hungen

Brandschutzerziehung

Wer wir sind und was wir machen...

In jedem Jahr rücken die Feuerwehren in Deutschland über 200.000 Mal zu Bränden aus. Es entstehen Schäden in Millionenhöhe, viele Menschen werden getötet oder verletzt. Über größere Brände berichten die Zeitungen fast täglich. In vielen Bränden wird Kinderbrandstiftung als Ursache ermittelt. Aufgabe der Feuerwehr ist es nicht nur Brände zu bekämpfen und technische Hilfe zu leisten, sondern auch die Entstehung von Bränden vorzubeugen.

Diesem Ziel soll auch dieses Projekt dienen. Deshalb setzt sich die AG-Brandschutzerziehung dafür ein, dass in jedem Kindergarten der Stadt Hungen dieses Projekt regelmäßig für die Vorschulkinder durchgeführt wird.

Die AG-Brandschutzerziehung setzt sich aus aktiven Feuerwehrfrauen und –Männer der Stadt Hungen und deren Ortsteilen zusammen.

Seit 1992 wird mehrmals im Jahr die Brandschutzerziehung erfolgreich durchgeführt. In jedem Kindergarten wird dieses Projekt alle 3 Jahre wiederholt. Seit Mai 2008 wird die Brandschutzerziehung nur noch für die Vorschulkinder durchgeführt.

Mit den Kindern werden folgende Themen behandelt:
  • Wie alarmiere ich die Feuerwehr?
  • Was mache ich im Brandfall?
  • Notrufnummer 112
  • Absetzen eines Notrufes: WER ist am Telefon? WO brennt es? WAS brennt? Wie ist die Situation, Verletzte, ist noch jemand im Haus?
  • Kinder fragen – Feuerwehrleute antworten
  • Auswirkung von Feuer und Rauch
  • Fahrzeuge, Geräte und Schutzkleidung der Feuerwehr
  • Ausmalen von Arbeitsblättern
  • Feuerwehrspiele und –puzzle
  • Kaspertheater

Bei der Themenbehandlung wird selbstverständlich das Alter der Kinder berücksichtigt.

Am ersten Tag werden die oben genannten Themen behandelt. Am zweiten werden diese erneut wiederholt und im Anschluss folgt ein Besuch im Gerätehaus der örtlichen Feuerwehr, wo die Kinder mit einigen Geräten und Werkzeugen der Feuerwehr vertraut gemacht werden. Am dritten und letzten Tag der Brandschutzerziehung, fahren die Kinder zum Stützpunkt der Stadt Hungen. Dort werden alle Fahrzeuge, der Funkraum, die Spinde der Feuerwehrleute, der Schlauchturm und die große Feuerwehrhalle besichtigt. Ein Highlight für die Kinder ist die kleine Spritztour im Feuerwehrauto. Nach Spiel und Spaß der Wasserspiele, endet der Tag mit dem Kaspertheater, in dem die Großmutter dummerweise ihr Bügeleisen auf der Wäsche vergisst. Aber Dank Kasper und Seppl, die gelernt haben wie man sich im Brandfall verhält, ist die Feuerwehr schnell vor Ort und verhindert einen größeren Schaden.

An allen Tagen werden die Kinder immer wieder an die wichtigen Brandschutzregeln erinnert:

  • Auf keinen Fall sich verstecken
  • Erwachsene um Hilfe bitten
  • Notruf 112 wählen. Handys und Telefonzellen funktionieren immer bei Notrufen, da diese kostenlos sind
  • Niemals Unfug mit dem Notruf treiben
  • In Sicherheit bringen und Hilfe holen

Die Methoden zur Brandschutzerziehung im Kindergarten hat eine Gruppe von Feuerwehrfrauen und –Männer aus Hessen in zahlreichen Seminaren am Jugendfeuerwehrausbildungszentrum in Marburg – Cappel erarbeitet.

Im neuen Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (HBKG) ist die Brandschutzerziehung als gesetzliche Aufgabe verankert worden.



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