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Feuerwehr Hungen

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Hochwasser - Ein paar Gründe für die Entstehung

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Rubrik:Info
Autor: Markus W. Brühl
Erstellt: 21.01.2007
Beitrag:

Warum entsteht Hochwasser - ein paar Gründe...


Normalerweise versickern Niederschläge nicht nur in den Boden, sondern werden zu einem großen Teil von der Vegetation aufgenommen, ein anderer Teil verdunstet. Das restliche Wasser fließt oberflächennah in die Flüsse. In den Jahreszeiten in denen die Vegetation ruht und die klimatischen Bedingungen für die Verdunstung ungünstig sind, wird mehr Wasser vom Boden aufgenommen. In diesen Monaten füllen wir unser Grundwasser-Reservoir auf. Versiegelt allerdings Frost den Boden bewegt sich das ganze Wasser an der Oberfläche. Bei starken Regenfällen kann dies zu Überflutungen führen.

Hochwasser Hungen 2003 - Quickdamm
Hochwasser in Hungen 2003


Meist ist Hochwasser ein natürlicher Vorgang, der durch starke Regenfälle ausgelöst wird. Doch gibt es durchaus auch durch den Menschen verursachte Gründe für die alljährlichen Uferübertretungen unserer Flüsse. Da wäre zum einen die Begradigung und Einfassung der Flüsse zu nennen. Indem das Flussbett seines natürlichen geschlängelten Laufes beraubt wird, erhöht sich nicht nur die Geschwindigkeit des Wassers. Es verringert sich auch das Fassungsvermögen des Flusses. Zahlreiche Organisationen und Umweltämter sind heute bemüht die ursprüngliche Wasserführung vieler Flüsse wieder herzustellen. Sogenannte Renaturierungs-Programme laufen bundesweit.

Ein weiteres Problem ist nicht nur die natürliche Bodenversiegelung durch Frost, auch die durch den Menschen entstandenen Versiegelungen verhindern das Versickern von Niederschlägen. Natürlich brache Flächen werden stetig weniger. Selbst die landwirtschaftlich genutzten Gebiete sind meist durch Verdichtung des Ackerbodens durch schwere Gerätschaften der Landwirte versiegelt.

Hochwasser Hungen 2003 - Hungen-Inheiden
Hochwasser in Hungen-Inheiden 2003


Meldestufen


Bei Hochwasser wird das Ausmaß der Überflutung durch vier Meldestufen beschrieben. Für die einzelnen Alarmstufen gelten folgende Kriterien:

Alarmstufe I


  • Gewässer beginnt stellenweise auszuufern


Alarmstufe II


  • Überflutung von Grünland oder forstwirtschaftlicher Flächen in Überschwemmungsgebieten

  • Ausuferung des Wassers bei eingedeichten Gewässern bis an den Deichfuß

  • leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen


Alarmstufe III


  • Überflutung einzelner Grundstücke, Straßen oder Keller

  • Vernässung von Polderflächen (tiefliegendes Gelände hinter dem Deich) durch Drängewasser (durch einen Deich oder Damm sickerndes (drängendes) Wasser infolge langandauernder hoher Außenwasserstände

  • Wasserstände am Deich bis etwa halbe Deichhöhe

  • Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen durch Überflutung


Alarmstufe IV


  • Überflutung größerer Flächen einschließlich Straßen und Anlagen in bebauten Gebieten

  • unmittelbare Gefährdung für Menschen, Tiere, Objekte und Anlagen

  • Gefährdung der Standsicherheit der Deiche infolge langanhaltender Durchfeuchtung Eisgang oder größerer Schäden

  • Wasserstände am Deich im Freibordbereich, Gefahr der Überströmung
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