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Ansprechpartner: Markus W. Brühl
Erstellt: 20.01.2007

Beitrag Rauchmelderpflicht in Hessen
Autor: Markus W. Brühl
Erstellt: 20.07.2010
Beitrag:

Todesursache Brandrauch

WW Rauchmelder 567 x 160

Die meisten Brandopfer (über 80 %) sterben nicht durch Flammen, sondern infolge der Einwirkung von Brandrauch bzw. der darin befindlichen Atemgifte. Bereits eine einzige Lungenfüllung mit Brandrauch kann tödlich sein. Daher sind auch insbesondere nachts die meisten Todesopfer zu beklagen. Oft tritt Bewusstlosigkeit ein, bevor die Opfer aus dem Schlaf erwachen.

Hier kann der laute Warnton des Rauchmelders lebensrettend sein. Er kann Sie rechtzeitig aus dem Schlaf wecken, so dass Sie sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen können.

Rauchmelderpflicht in Hessen seit 2005


Laut aktueller Gesetzeslage (§13 Abs. 5 HBO) müssen

  • in Schlafräumen,

  • Kinderzimmern und

  • Fluren, die als Rettungswege dienen,

mindestens jeweils ein Rauchmelder angebracht werden. Dabei sind Rauchmelder so anzubringen, dass ein Brand frühzeitig erkannt wird.

Diese Regelung gilt bereits seit dem Jahr 2005 für alle Neu-, Um- und Erweiterungsbauten. In Bestandsbauten besteht eine Nachrüstpflicht bis zum 31.12.2014.
Links:
- /wps/hungen/editionen/beitrag/FF-Hungen/187/
- /wps/hungen/editionen/beitrag/FF-Hungen/188/

Beitrag Rauchmelder können Leben retten!
Autor:AG Öffentlichkeitsarbeit
Erstellt: 20.07.2010
Beitrag:

Nicht vom Brandrauch überrascht werden!


Die Fakten


Mehr als 200 000 mal jährlich rücken Feuerwehren in Deutschland zum Löschen von Bränden aus. Jede Woche verlieren 11-13 Menschen ihr Leben bei Bränden, die zu 80% in Haushalten entstehen.

Zwischen 23 und 7 Uhr, also zur Schlafenszeit, sind die meisten Brandtoten zu beklagen. 4 von 5 Menschen sterben nicht an Brandverletzungen, sondern durch Vergiftung durch Atemgifte und Ersticken. Sie nennt man Rauchtote.

Viele Bürger glauben, rechtzeitig genug einen Brand zu entdecken oder benachrichtigt zu werden, durch ein Haustier oder die Feuerwehr geweckt zu werden. Sie übersehen dabei, dass wir im Schlaf Brandgase weder durch den Geruch, die Reizwirkung oder die Farbe erkennen können, weil Geruch Menschen nicht weckt.

Die Wirkung von Brandrauch


Brandrauch ist immer giftig und kann Menschen innerhalb weniger Minuten töten. Gerade in der Feuerentstehungsphase (Schwelbrand) entwickelt sich besonders viel des geruchs- und geschmacklosen Kohlenmonoxids. Es führt bereits je nach Konzentration nach 3 Atemzügen zur Bewusstlosigkeit und nach 10 Atemzügen zum Tod.

Brandrauch ist immer giftig!






 AmmoniakKohlenmonoxid
 Entsteht beim Verschwelen von z. B.: Kunststofffasern, Wolle, Seide, NylonEntsteht beim Verschwelen fast aller organischer Stoffe
BlausäureKohlendioxid
Entsteht beim Verbrennen von z.B.: Polyuretan, Schaumstoffmatratzen, Polstermöbeln, Wolle, Seide, DaunenEntsteht beim offenen Brand
Atemgifte mit erstickender WirkungAtemgifte mit Reiz- und ÄtzwirkungAtemgifte mit Wirkung auf Blut und Nerven


Wie kann ich mich schützen?


Bisher vertrauen nur 5 % aller Bürger auf das - nach unserer und Meinung anderer zahlreicher Experten - wirksamste Frühwarnsystem, den Rauchmelder. Auch wir von der Freiwilligen Feuerwehr sind von der Zweckmäßigkeit der Rauchmelder überzeugt und empfehlen jedem Privathaushalt, sich den lebensrettenden Zeitvorsprung im Brandfall durch die Installation von Rauchmeldern zu verschaffen.

In England, den USA und Skandinavien ist der Einbau von Rauchmeldern bereits allgemein üblich. Tausende Menschenleben konnten dort - laut Statistiken - infolge der Alarmierung durch Rauchmelder gerettet werden.

Die Kosten für Rauchmelder sind auch erstaunlich niedrig. Ein Rauchmelder kostet heute zwischen 50 und 100 DM. Er arbeitet mit einer 9V Blockbatterie, die im Regelfall mehr als ein Jahr lang die benötigte Energie liefert und ist sehr leicht unter die Decke zu montieren. Pro Geschoss sollte allerdings mindestens ein Rauchmelder installiert werden und zwar im Regelfall im Flur oder Treppenraum. Wir empfehlen aber, auch Wohn- und Kinderzimmer zusätzlich mit Rauchmeldern auszustatten

Rauchmelder - Hier installieren


Viele der angebotenen Melder können auch durch Kabel (Funkrauchmeldeanlagen gibt es auch, sie sind aber verhältnismäßig teuer) miteinander vernetzt werden, damit beim Ansprechen eines einzigen Melders alle Rauchmelder ihren nicht zu überhörenden Warnton ausstoßen.

Weitere Einzelheiten über Rauchmelder (Funktion, Stromversorgung, Wartung, Installationstipps) » hier klicken.

Wo erhält man Rauchmelder, worauf ist beim Kauf zu achten?


Sie erhalten diese im Feuerwehrfachhandel und in Baumärkten, wobei sie auf das Vorhandensein von Prüfnummern achten sollten. Das GS -Zeichen weist auf die Funktionssicherheit hin. Auch in den USA und in England geprüfte Geräte arbeiten im Regelfall sehr sicher (Prüfzeichen UL oder BS 5446).

Sie können Rauchmelder auch im Online-Shop des Feuerwehrverband bestellen
(http://www.feuerwehrversand.de).

Wenn Sie noch weitere Fragen zu Rauchmeldern haben, können Sie sich natürlich auch an uns wenden!

info@feuerwehr-hungen.de
Links:
- /wps/hungen/editionen/beitrag/FF-Hungen/576/
- /wps/hungen/editionen/beitrag/FF-Hungen/188/

Beitrag Funktionsweise und Installation von Rauchmeldern
Autor:AG Öffentlichkeitsarbeit
Erstellt: 20.07.2010
Beitrag:

Funktionsweise von Rauchmeldern


So funktioniert ein optoelektrischer Rauchmelder


Ein Prüfblitz durchleuchtet alle paar Sekunden die Messkammer des Rauchmelders. Durch ein spezielles Bausystem gelangen bereits feinste Rauch- ,aber auch Staubpartikel, die mit dem bloßem Auge überhaupt noch nicht wahrgenommen werden, in die Messkammer.

Sind Rauchpartikel in der Messkammer, wird der Blitz reflektiert. Das reflektierte Licht trifft auf eine Fotozelle, die über eine ausgereifte Elektronik den Alarm auslöst. Da mehrere qualitativ hochwertige Rauchmelder miteinander verbunden werden können, wird damit zugleich auch bei anderen Rauchmeldern im Haus der ohrenbetäubende Alarm ausgelöst.

So alarmiert ein Rauchmelder


Der vom Rauchmelder ausgelöste schrille Alarm (meist über 80db) ist selbst bei Discomusik noch hörbar. So kann rechtzeitig Schlimmeres verhindert werden.

Man bekommt die nötige Zeit, um die Familie, Mitbewohner und Nachbarn in Sicherheit zu bringen und den Schaden an Hab und Gut zu begrenzen.

Wartung & Installation


Welche Energieversorgung ist zu wählen?


Zur Zeit sind Melder verfügbar, die entweder über eine Batterie, über Netz oder über Netz und Batterie betrieben werden.

Bei dem Anspruch, dass die Installation von jedermann ausgeführt werden kann, kommt für die einfache Nachrüstung von privaten Haushalten nur der batteriebetriebene Rauchmelder in Frage. Melder mit Netzanschluss kommen zur Nachrüstung kaum in Betracht, da der Anwender in aller Regel einen Anschluss an einen Deckenauslass oder eine entsprechende nachträgliche Leitungsverlegung nicht selbst vornehmen kann. Die nachträgliche Installation durch einen Fachmann würde zum Teil erhebliche Kosten verursachen.

Für Neubauten stellt sich die Situation anders da. Denkt man schon bei der Planung an die Installation der Rauchmelder, sollte man sich für einen netzbetriebenen Rauchmelder mit zusätzlicher Batterie entscheiden.

Was ist bei der Wartung besonders wichtig?


Drei Punke sind hier von besonderer Wichtigkeit:

  1. Alle Rauchmelder sollten einmal im Monat auf ihre Funktion hin überprüft werden. Die Durchführung dieses Funktionstest entnehmen Sie der Bedienungsanleitung des Rauchmelders.

  2. Entsprechend der Angaben der Hersteller, im Regelfall mindestens einmal pro Jahr, sollen die Batterien ausgetauscht werden.

  3. Rauchmelder müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden, da Staub die Funktion beinträchtigen kann. Auch hierbei sind die Herstellerangaben zu beachten. Üblicherweise sollten Rauchmelder einmal im Jahr mit dem Staubsauger gereinigt werden.


Wo installiere ich die Rauchmelder am besten?



Für den besten Schutz sollten Rauchmelder in allen Räumen, Fluren, Lager- Keller- und Speicherbereichen montiert werden. Auf jeden Fall sollten aber in jeder Etage und in jedem Schlafraum ein Melder installiert sein.

In Garagen und Badezimmern ist eine Installation nicht immer sinnvoll, da Rauchmelder nicht für staubige und feuchte Räume konzipiert sind.

Wollen Sie in der Küche einen Rauchmelder aufhängen, ist dies nur dann ratsam, wenn Sie zu Herden (oder offenen Kaminen etc.) mindestens vier Meter Abstand halten können.

Rauchmelder - Installation 1


Wollen Sie einen Rauchmelder unter einem Giebeldach montieren, ist es wichtig, dass Sie zum Giebel ca. 30 - 50 cm Abstand einhalten, da sich im oberen Bereich rauchfreie Luft ansammeln kann.

Rauchmelder - Installation 2


Außerdem sollten Sie darauf achten, den Rauchmelder nicht in der Nähe von Leuchtstoffröhren oder auf Deckenbalken zu montieren.

Rauchmelder - Installation 3 Rauchmelder - Installation 4


Für einen optimalen Schutz sollten Sie in folgenden Bereichen Ihres Hauses Rauchmleder installieren:

Rauchmelder - Installation 5 Rauchmelder - Installation 6
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